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Sessel, Sitzmöglichkeit, Sitzmöbel - einfach nur bequem!

Dieses vielseitige und meist sehr bequeme Sitzmöbel eignet sich meist und hauptsächlich zur Nutzung durch eine einzelne Person. Die Bezeichnung stammt vom lateinischen "sessilis" was etwa mit festsitzend, oder zum Sitzen geeignet übersetzt werden kann. Als Möbel oder Mobiliar gelten im Allgemeinen Einrichtungsgegenstände, dazu zählen weiter Teppiche, Pflanzen, Vorhänge und Dekorationen. Ein Möbelstück ist aber meist zweckgebunden, wie beispielsweise zur Aufbewahrung in Form von Schränken, zum Sitzen oder Liegen als Couch, Sofa oder Sessel, oder als Grundlage zum Verrichten von Tätigkeiten, dann meist als Tisch oder Stuhl. Hier sind je nach Einsatzbereich, Zweck und Nutzung die verschiedensten Formen und Arten an Möbeln entstanden. So hat jede Epoche ihren eigenen und meist unverkennbaren Stil, der sich oft in Form und Ausführung widerspiegelt. Populär wurden Möbel erst nach der Neolithischen Revolution, der wohl wichtigste Umbruch in der Geschichte der Menschheit. So war dies der Wandel vom mobilen Leben des Jägers und Sammlers zum sesshaften Leben eines Bauern. Diese Periode begann laut Wissenschaftlern vor etwa 5000 Jahren. Erste Nachweise für Möbelstücke stammen aus der Pharaonenzeit und Funden auf Santorin um etwa 1500 v.Chr.. Durch Funde von Tischen, Liegen und Thronen konnten Kenntnisse einer weit entwickelten Möbelschreinerei im alten Ägypten nachgewiesen werden. So sind hier Techniken im Drechseln, Bemalen, Furnieren und Intarsieren bereits verwendet worden. Ein sehr bekanntes antikes Möbelstück nutzten bereits die Römer, die Kline. Diese ist unseren heutigen Sofa, oder Recamiere sehr ähnlich. Und schließlich thronte schon Julius Cäsar auf einem Sessel und verfolgte die Spiele im Kolosseum. Somit ist der Sessel nicht nur bewährt, sondern auch schon lange ein beliebtes Sitzmöbel.

Sessel - nur der kleine Bruder von der Couch?

Im deutschen Sprachgebrauch wird als Sessel meist eine Sitzmöbel mit weicher Polsterung und Armlehnen bezeichnet. Im österreichischen Sprachgebrauch ist dies umgekehrt, hier ist ein Sessel ein einfaches Sitzmöbel mit Lehne, und ein Stuhl meist etwas bequemer. Heutzutage gehören Sessel zur gängigen Ausstattung von Wohnzimmern, sind aber auch im Gästezimmer, Kinderzimmer oder in Restaurants ein beliebtes Möbelstück. So gibt es verschiedenste Variationen mit Sesseln. Meist als Sitzgruppe in Verbindung mit einem Sofa und oft zwei passenden Sesseln, oder als Ergänzung zu einer Eckcouch, als Ohrensessel mit Beistelltisch und Leselampe, oder auch als Loungesessel mit kleinem Tisch. Hier gibt es wirklich vielfältige Möglichkeiten der Inneneinrichtung und Raumgestaltung. Aber auch für die unterschiedlichen Einsatzbereich gibt es den passenden Sessel. So kommt der klassische Clubsessel aus Leder meist in einer Hotellobby zum Einsatz, ein Fernsehsessel bietet zusätzliche Funktionen wie eine Fußablage, oder der Massagesessel, welcher uns Genuss und Entspannung bieten kann. Für aufregende Stunden sorgt der Kinosessel, und wer ganz frisch verliebt ist der macht es sich auf einem Big Sessel oder Doppelsessel bequem. In einem modernen Restaurant oder Cafe ist häufig der Longesessel zu finden, und Oma hat bestimmt noch einen großen und bequemen Lehnsessel gehabt. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran? Geschichtlich betrachtet hatte jede Stilepoche eine besonders populäre Sesselform, so war es im Rokoko die Chaiselongue, im Art Déco der Clubsessel und in den 1950 er Jahren war es der Cocktailsessel. Einige Formen wurden zu echten Klassikern und gelten als Urformen des Designs. Somit kann man mit Fug und Recht behaupten, der Sessel kann für sich allein überzeugen und wäre als kleiner Bruder wohl zu Unrecht bezeichnet! Zu erwähnen wären noch ganz eigentümliche Formen eines Sessels, man denke hier an den berühmten eierförmigen Sessel aus den Siebzigern, oder Sessel in Form von Händen, Pumps oder Blüten, Scherensessel und auch Sessel in Form eines Thrones. Der gestalterischen Freiheit sind hier wenige Grenzen gesetzt, oft müssen hier aber Abstriche in Sachen Bequemlichkeit gemacht werden. Hauptsache ist aber, dass man sich wohlig und geborgen auf seinem Sessel fühlt und so richtig bequem darauf lümmeln kann. So wird auch der dunkelste Regentag so richtig kuschelig. Alles was man jetzt noch an Heimtextilien benötigt, wäre eventuell ein kuscheliges Kissen, und eine weiche und warme Kuscheldecke. Und wenn man nach einem langen Tag einfach nur die Füße hochlegen möchte, dann ist ein Hocker eine wirklich sinnvolle Ergänzung. Sessel sind eben einfach toll, bequem, geben Geborgenheit und ein beliebter Sitz- und Ruheplatz für jedes Familienmitglied.

 

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